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„power4talents“ fördert junge Fußballer

Es ist nicht entscheidend, wo jemand herkommt, sondern immer nur, wo er hinwill.

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Power4Talents hat den Sitz mitten im Ruhrgebiet. Damit ist es nicht verwunderlich, dass Projekte entwickelt und realisiert werden, die das Ruhrgebiet stärken und voranbringen sollen. Vor allem benachteiligten Jugendlichen soll ein guter Start ins Leben ermöglicht werden. Wichtiges Anliegen sind Chancen- und Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe an der Gesellschaft, Integration und die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Mitbegründer der Stiftung ist neben Manfred Batz und Matthias Bialas auch der langjährige Mitarbeiter im Marketing des MSV Duisburg Dennis Gerritzen, vielen auch bekannt als „Ennatz“.

Das aktuelle Interview mit den beiden Vorständen Manfred Batz und Matthias Bialas

Was ist die Grundidee von „power4talents“?

Manfred Batz: Wichtige Fundamente sind Chancen- und Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe an der Gesellschaft. Wir möchten den jungen Fußballspielern Werte vermitteln, um zu verdeutlichen, dass interkulturelles Zusammengehörigkeitsgefühl, Durchsetzungsvermögen, Leistungsbereitschaft, Motivation und eine sportliche Lebensführung entscheidend für die Verwirklichung von Zielen in allen Lebensbereichen sind. Mit anderen Worten: Neben der fußballerischen Entwicklung geht es auch um die persönliche und berufliche Entwicklung der Spieler. Denn auch und gerade beim Fußball kann ein „Wir-Gefühl“ entstehen.

Wie sieht dabei die Trainingsarbeit konkret aus?

Matthias Bialas: Wichtigster Baustein bei unseren PowerDays oder Individualcoachings ist natürlich das Training auf dem Platz. So liegt der Schwerpunkt der Einheiten auf der Förderung der Spielpraxis durch motivierende Spielformen statt durch starre Übungsformen. Hinzu kommt eine qualifizierte Beratung in den Bereichen Athletik, Ernährung, medizinische Prävention, Psychologie und Medien. Dennoch gilt die Devise: „Nur durch Fußballspielen lernen Jugendliche erfolgreich Fußballspielen“.

Wo sehen Sie heute für Jugendliche die ganz besonderen Herausforderungen?

Matthias Bialas: Die Jugendlichen haben heute unglaublich viele Möglichkeiten, wie sie ihr Leben gestalten können. Viele tun dies vor der „Kiste“ oder dem PC und beschäftigen sich zum Beispiel mit Gewaltvideos. Andere neigen schon früh zu Alkohol- oder Drogenkonsum. Diesen unglaublich vielen negativen Angeboten ist einfach etwas Positives gegenüberzustellen, und das ist der Fußball in Gemeinschaft.

Warum gerade Fußball? Weil Sport kompetent macht?

Manfred Batz: Ja, und zwar kompetent in vielerlei Hinsicht. Fußball als Teamsport ist zur Entwicklung der Persönlichkeit ideal geeignet. Wer den Mannschaftssport Fußball betreibt, nimmt ein von Leistungswillen, Teamarbeit und gegenseitigem Respekt geprägtes Gesellschaftsbild an. Im Übrigen stammt die Feststellung, dass Sport intelligent macht, nicht von mir. Es gibt namhafte Neurobiologen, die davon überzeugt sind. Das hängt mit der Bildung und Stimulierung bestimmter neuronaler Schaltungen im Gehirn zusammen. Außerdem: Dass ich selbst fußballbegeistert bin, ist ja kein Geheimnis. Also war es auch deshalb naheliegend, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, das sich am Fußball orientiert.

Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Zusammenhang gemacht?

Matthias Bialas: Manfred Batz hat bereits ganz wichtige Aspekte genannt, die ich selbst in der Jugend ein Stück weit durch den Sport erlernt habe. Ich bin davon überzeugt, dass man sich im Berufsleben, aber auch in anderen Lebensbereichen in ein Team einfügen und sich gegenseitig respektieren muss. Heute gibt es viele Einzelkinder, für deren Entwicklung die Aufgaben, die der Teamsport stellt, Gold wert sind.

Das Projekt ist nachhaltig angelegt. Gibt es weitere Partner?

Matthias Bialas: Sagen wir es so: Ein solches Projekt braucht viele starke Partner. Partner aus der Wirtschaft, die zum einen Know-how und Erfahrungen einbringen, die zum anderen aber auch bei der Finanzierung helfen. Ein Partner sind wir, die Spielerberater Batz & Bialas Management GmbH. Weitere Unternehmen wollen und müssen wir noch gemeinsam überzeugen, damit eine Bewegung entsteht, die für Aufsehen sorgt. Weitere Förderer und Sponsoren sollten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und auf diese Weise auch den sozialen Frieden sichern.

Können Sie zum Abschluss des Gespräches kurz darstellen, was es heißt, die Jugendlichen in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen?

Manfred Batz: Neben der fußballerischen Entwicklung stellt die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendspieler einen zentralen Eckpfeiler dar. Es geht mir wie gesagt um Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Entscheidend ist nicht, wo jemand herkommt, sondern immer, wo er hinwill.