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Warum macht’s der Rangnick

In diesem Blog lesen Sie, was der wirkliche Grund ist, dass Ralf Rangnick bei RB Leipzig wieder auf die Bank zurückkehrt, ehe 2019 Julian Nagelsmann übernimmt.

Wenn die Presse jetzt von einem Übergangstrainer spricht, dann hat sie die Dimension dieser Entscheidung nicht erkannt. Denn auch sportstrategisch stellen sich die „Roten Bullen“ anders auf als der Rest der Liga.

Zunächst wird Ralf Rangnick der „Alleinherrscher“ sein. Der 60-Jährige füllt die Doppelfunktion als Trainer und Manager aus. Diese wird nach einer Übergangszeit auch Nagelsmann so übernehmen. Ein Konzept, bei dem die sportliche Gesamtverantwortung in einer Hand liegt. Aus „Doppelfunktion“ wird dann zukünftig „sportliche Gesamtverantwortung“.

Das funktioniert allerding nur, wenn der unterstellte Trainerstab auch besonders hohen Ansprüchen gerecht wird. Mit dem US-Amerikaner Jesse Marsch (44), mit Robert Klauß (33) und Lars Kornetka (40) ist das auf jeden Fall gewährleistet. Ergänzt wird das Team durch Athletiktrainer Daniel Behlau (29) und Maximilian Pelka, der den sportpsychologischen Part übernimmt. Im Managementbereich wird Jochen Schneider eine leitende Funktion wahrnehmen und Rangnick unterstützen.

Dass Rangnick erneut übernimmt, bezeichnete Oliver Mintzlaff auf der Pressekonferenz als „die sinnvollste Entscheidung, die wir treffen konnten“. Rangnick fügte dem hinzu: „Am Ende hat sich die Entscheidung darauf reduziert, dass wir den bestmöglichen Trainerstab haben. Ich werde versuchen, bei jedem Training dabei zu sein.“

Die „Roten Bullen“ sind ambitioniert und wollen sich nach Möglichkeit erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren und noch lieber Champions League als Europa League spielen. „Wir wollen unseren Fußball wieder zu 100 Prozent auf den Platz bringen“, sagt Rangnick. Tempo, gepaart mit aggressivem Pressing und schnellem Umschaltspiel, soll in Leipzig wieder bedingungslos praktiziert werden.